Aimovig® 70 mg / 140 mg Injektionslösung im Fertigpen

3 Min. Lesezeitletzte Aktualisierung: 07.15.2025

Aimovig® 70 mg / 140 mg Injektionslösung im Fertigpen

 

Wirkstoff:

Erenumab – ein humaner monoklonaler Antikörper, der spezifisch den CGRP-Rezeptor (Calcitonin Gene-Related Peptide) blockiert. CGRP ist bei der Entstehung von Migräne beteiligt.

 

Darreichungsform & Anwendung:

Aimovig ist eine gebrauchsfertige Injektionslösung im Fertigpen zur subkutanen Anwendung (unter die Haut). Die Injektion erfolgt bevorzugt im Oberschenkel oder Bauchbereich, alternativ auch am Oberarm (nur durch eine andere Person).

 

Anwendungsgebiete:

Prophylaxe von Migräne bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat zu Behandlungsbeginn.

 

Dosierung:

 

  • 70 mg einmal alle 4 Wochen (ein Pen mit 70 mg)

  • oder 140 mg einmal alle 4 Wochen (ein Pen mit 140 mg oder zwei Pens mit je 70 mg, direkt nacheinander verabreicht an unterschiedlichen Injektionsstellen)

 

 

Die Injektion sollte nach entsprechender Schulung durch den Arzt oder das medizinische Fachpersonal erfolgen.

 

Zusammensetzung (sonstige Bestandteile):

Sucrose, Polysorbat 80, Natriumhydroxid, Essigsäure 99 %, Wasser für Injektionszwecke

 

Hinweise zur Einnahme:

 

  • Injektion unabhängig von Mahlzeiten

  • Nach Entnahme aus dem Kühlschrank max. 7 Tage bei Raumtemperatur (bis 25 °C) haltbar – nicht zurückkühlen

  • Nur zur einmaligen Anwendung pro Pen

 

 

Besondere Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise:

 

  • Nicht anwenden bei bekannter Allergie gegen Erenumab oder einen der Hilfsstoffe

  • Vorsicht bei bekannter Latexallergie (Pen enthält Latex in der Kappe)

  • Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen Rücksprache mit dem Arzt halten

  • Schwere allergische Reaktionen möglich, auch verzögert

  • Verstopfung ist eine häufige Nebenwirkung, vereinzelt mit Komplikationen bis hin zu chirurgischen Eingriffen

 

 

Nebenwirkungen:

 

  • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten treffen): Verstopfung, allergische Reaktionen (z. B. Hautausschlag, Schwellungen, Atembeschwerden), Juckreiz, Muskelkrämpfe, Reaktionen an der Injektionsstelle

  • Häufigkeit nicht bekannt: Haarausfall, wunde Stellen im Mund-/Lippenbereich

 

 

Wechselwirkungen:

Bisher keine spezifischen Wechselwirkungen bekannt, jedoch Arzt oder Apotheker über alle eingenommenen Medikamente informieren.

 

Anwendung bei Schwangerschaft und Stillzeit:

 

  • Schwangerschaft: Arzt entscheidet über Nutzen-Risiko-Verhältnis

  • Stillzeit: Anwendung nach den ersten Tagen postpartum möglich, Rücksprache mit dem Arzt erforderlich

 

 

Sonstige Hinweise zur Beratung:

 

  • Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht geeignet

  • Enthält <1 mmol Natrium (d. h. nahezu natriumfrei)

  • Keine Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit bekannt

  • Lösung darf nicht trüb oder stark gelblich sein – gegebenenfalls verwerfen

  • Entsorgung über durchstichsicheren Behälter gemäß lokaler Vorschriften

 

 

Häufige Kundenfragen – Besonderheiten:

 

  • Ist Aimovig laktosefrei? → keine Angabe zu Laktose – wahrscheinlich ja

  • Ist Aimovig glutenfrei oder vegan? → keine tierischen Bestandteile bekannt, aber keine explizite Angabe

  • Vor oder nach dem Essen? → keine Relevanz, da subkutane Anwendung

  • Für Kinder oder Jugendliche geeignet? → nein

  • Muss gekühlt werden? → ja (2 °C–8 °C), nach Entnahme max. 7 Tage bei Raumtemperatur verwendbar

  • Latexallergie relevant? → ja, enthält Latexbestandteile

 

Beipackzettel und Patienteninformationen unter:

https://www.patienteninfo-service.de/a-z-liste/a/aimovigR-70-mg-140-mg-injektionsloesung-im-fertigpen

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