Produktname: DRIPONIN 3 mg Tabletten
Wirkstoff:
Ivermectin 3 mg pro Tablette
Darreichungsform:
Tabletten zum Einnehmen
Wirkstoffgruppe:
Antiparasitikum
Anwendungsgebiete:
DRIPONIN wird zur Behandlung bestimmter Parasiteninfektionen eingesetzt:
- Krätze (Skabies)
- Intestinale Strongyloidiasis (Anguillulose) durch Strongyloides stercoralis
- Mikrofilarämie bei lymphatischer Filariose durch Wuchereria bancrofti
Wichtige Hinweise:
- Nicht zur Vorbeugung von Parasiteninfektionen geeignet
- Wirkt nicht gegen ausgewachsene Würmer bei lymphatischer Filariose
- Anwendung nur nach ärztlicher Diagnose oder Verdacht auf Parasiteninfektion
Zusammensetzung:
Wirkstoff:
- 3 mg Ivermectin pro Tablette
Sonstige Bestandteile:
- Mikrokristalline Cellulose
- Vorverkleisterte Maisstärke
- Butylhydroxyanisol
- Magnesiumstearat pflanzlichen Ursprungs
Hinweise zu Allergenen und Ernährung:
- Kein Hinweis auf Lactose enthalten
- Kein Hinweis auf Gluten enthalten
- Enthält Maisstärke
- Magnesiumstearat ist pflanzlich
- Keine ausdrückliche Vegan-Kennzeichnung vorhanden
- Keine Gelatine enthalten
Dosierung bei Krätze:
- 200 Mikrogramm pro kg Körpergewicht als Einmalgabe
- Erfolg der Behandlung oft erst nach 4 Wochen beurteilbar
- Häufig zweite Einzeldosis nach 8 bis 15 Tagen erforderlich
Beispiel bei 55 kg Körpergewicht:
- Entspricht etwa 11 mg Ivermectin
- Praktisch meist 4 Tabletten à 3 mg als Einmalgabe
Wichtiger Einnahmehinweis:
Alle verordneten Tabletten werden gleichzeitig eingenommen.
Einnahme:
- Einnahme auf nüchternen Magen
- Mit etwas Wasser einnehmen
- Zwei Stunden vor und nach Einnahme nichts essen
- Behandlung besteht meist aus einer Einmalgabe
Dosierung Strongyloidiasis:
15 bis 24 kg:
- 1 Tablette
25 bis 35 kg:
- 2 Tabletten
36 bis 50 kg:
- 3 Tabletten
51 bis 65 kg:
- 4 Tabletten
66 bis 79 kg:
- 5 Tabletten
Ab 80 kg:
- 6 Tabletten
Kinder:
- Sicherheit unter 15 kg Körpergewicht nicht erwiesen
- Bei Kindern unter 6 Jahren Tabletten vor dem Schlucken zerkleinern
Schwangerschaft und Stillzeit:
- Anwendung in Schwangerschaft nur nach ärztlicher Anweisung
- Wirkstoff geht in Muttermilch über
- Stillende sollten vor Einnahme ärztlichen Rat einholen
Verkehrstüchtigkeit:
Mögliche Einschränkung durch:
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Zittern
- Drehschwindel
Gegenanzeigen:
Nicht einnehmen bei:
- Allergie gegen Ivermectin oder Bestandteile
- Früheren schweren Hautreaktionen unter Ivermectin
Warnhinweise:
Besondere Vorsicht bei:
- Geschwächtem Immunsystem
- Störungen der Blut-Hirn-Schranke
- Aufenthalt in Afrika mit möglicher Loa-loa-Infektion
- Gleichzeitiger Behandlung mit Diethylcarbamazin
Wichtige Nebenwirkungen:
Häufig beziehungsweise relevant:
- Verschlechterung des Juckreizes zu Beginn der Krätze-Behandlung
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Durchfall oder Verstopfung
- Schwindel
- Müdigkeit
- Zittern
Schwere mögliche Nebenwirkungen:
- Allergische Reaktionen
- Atembeschwerden
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Toxisch epidermale Nekrolyse
- Bewusstseinsverlust oder Koma
- Akute Hepatitis
Warnzeichen für sofortige ärztliche Abklärung:
- Hautablösungen
- Blasenbildung
- Schleimhautgeschwüre
- Atemnot
- Starke Hautreaktionen
- Bewusstseinsstörungen
Wechselwirkungen:
- Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung mit Diethylcarbamazin
- Allgemeiner Hinweis auf mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
- Keine spezifischen Interaktionen mit Lebensmitteln beschrieben, dennoch nüchterne Einnahme vorgeschrieben
Wichtige Beratungshinweise bei Krätze:
- Enge Kontaktpersonen sollten ärztlich untersucht werden
- Bettwäsche und Kleidung hygienisch reinigen
- Fingernägel kurz halten
- Reinfektion möglich, wenn Kontaktpersonen unbehandelt bleiben
Überdosierung:
Mögliche Symptome:
- Bewusstseinsverlust
- Koma
Lagerung:
- Nicht über 25 °C lagern
- Für Kinder unzugänglich aufbewahren
Packungsgrößen:
- 4
- 2 x 4
- 5 x 4
- 6
- 8
- 10
- 12
- 16
- 20 Tabletten
Typische Kundenfragen:
Ist die Einnahme auf einmal?
- Ja, alle verordneten Tabletten werden gleichzeitig eingenommen.
Vor oder nach dem Essen?
- Auf nüchternen Magen einnehmen.
- Zwei Stunden vor und nach Einnahme nichts essen.
Wie schnell wirkt das Mittel?
- Der Juckreiz kann zunächst bestehen bleiben oder sich kurzzeitig verstärken.
- Behandlungserfolg bei Krätze oft erst nach mehreren Wochen sichtbar.
Braucht man eine zweite Einnahme?
- Häufig ja, insbesondere bei Krätze nach 8 bis 15 Tagen.
Müssen Familienmitglieder mitbehandelt werden?
- Häufig sinnvoll, ärztliche Abklärung empfohlen.
Kann man damit andere anstecken?
- Ja, unbehandelte Kontaktpersonen können zu erneuter Ansteckung führen.
Mehr zum Produkt:
https://www.patienteninfo-service.de/a-z-liste/d/driponinR-3mg-tabletten
Hilfecenter