FRUCTOSiN

5 Min. Lesezeitletzte Aktualisierung: 09.11.2025

Produktname: FRUCTOSiN

Zusammensetzung:

  • Wirkstoff: Xylose Isomerase (Enzym)

  • Weitere Inhaltsstoffe: Keine spezifischen Angaben gefunden

Anwendungsgebiete:

  • Verhütung und Linderung von Verdauungsbeschwerden, die durch Fruktosemalabsorption verursacht werden

Wirkungsweise:

  • Das Enzym Xylose Isomerase wandelt im Dünndarm Fruktose in Glukose um, die bei Fruktosemalabsorption besser aufgenommen werden kann.

Dosierung und Einnahme:

  • 15 Minuten vor einer fruktosehaltigen Mahlzeit 1–2 Kapseln mit Wasser einnehmen

  • Maximale Einnahmehäufigkeit: bis zu 3-mal täglich

  • Bei Schluckbeschwerden kann die Kapsel geöffnet und der Inhalt direkt eingenommen werden

Hinweise:

  • FRUCTOSiN® ist frei von Histamin, Laktose, Gluten, Konservierungsstoffen und synthetischen Aromastoffen

  • Diabetiker sollten beachten, dass die umgewandelte Glukose in ihrer Ernährung berücksichtigt werden muss

  • Bei anhaltenden Beschwerden oder Unsicherheiten sollte ein Arzt konsultiert werden

 

 

Fruktosemalabsorption – Ursachen, Symptome und Ernährungstipps

Was ist Fruktose?

Fruktose, auch Fruchtzucker genannt, ist ein natürlicher Einfachzucker, der in vielen Obstsorten, Honig und Gemüse vorkommt. Industriell wird Fruktose oft als High-Fructose Corn Syrup (HFCS) oder isolierte Fruktose in verarbeiteten Lebensmitteln verwendet, da sie süßer als Glukose ist und weniger Kohlenhydrate enthält.

Obwohl der Körper Fruktose verstoffwechseln kann, ist er nicht darauf angewiesen. Der Transport von Fruktose ins Blut erfolgt durch spezifische Transportproteine, insbesondere GLUT-5, das im Dünndarm für die Aufnahme von Fruktose verantwortlich ist. Eine Störung dieses Transportmechanismus kann zu einer Fruktosemalabsorption führen.

 


 

Was ist Fruktosemalabsorption?

Die Fruktosemalabsorption ist eine Verdauungsstörung, bei der der Dünndarm Fruktose nicht in ausreichender Menge aufnehmen kann. Dies führt dazu, dass Fruktose unverdaut in den Dickdarm gelangt, wo sie von Bakterien fermentiert wird. Dies kann verschiedene Verdauungsbeschwerden verursachen.

Fruktosemalabsorption ist nicht zu verwechseln mit der erblich bedingten hereditären Fruktoseintoleranz (HFI), einer seltenen genetischen Erkrankung, bei der Fruktose nicht abgebaut werden kann. Während HFI lebensbedrohlich sein kann, ist die Fruktosemalabsorption eine funktionelle Störung ohne direkte Gefahren für die Gesundheit.

 


 

Ursachen der Fruktosemalabsorption

Die genaue Ursache der Fruktosemalabsorption ist nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass ein Defekt oder eine reduzierte Aktivität des GLUT-5-Transporters im Dünndarm eine Hauptursache ist.

Mögliche Faktoren, die die Aufnahme von Fruktose beeinträchtigen:

  • Genetische Veranlagung – Einige Menschen haben von Natur aus eine geringere Transportkapazität für Fruktose.

  • Darmdysbiose – Ein Ungleichgewicht in der Darmflora kann die Aufnahmefähigkeit für Fruktose verringern.

  • Reizdarmsyndrom (IBS) – Viele Patienten mit Reizdarmsyndrom zeigen auch eine Fruktosemalabsorption.

  • Entzündliche Darmerkrankungen – Krankheiten wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können die Darmfunktion beeinträchtigen.

  • Hoher Fruktosekonsum – Eine übermäßige Aufnahme von Fruktose kann den GLUT-5-Transporter überfordern, was zu Malabsorption führt.

 


 

Symptome der Fruktosemalabsorption

Die Symptome treten in der Regel 30 Minuten bis 2 Stunden nach dem Verzehr fruktosehaltiger Lebensmittel auf. Sie können variieren, abhängig von der individuellen Verträglichkeit und der Menge an Fruktose.

Häufige Beschwerden:

  • Gastrointestinale Symptome:

    • Blähungen

    • Durchfall

    • Bauchschmerzen und Krämpfe

    • Übelkeit

    • Veränderte Stuhlkonsistenz

  • Allgemeine Symptome:

    • Kopfschmerzen

    • Konzentrationsprobleme (Brain Fog)

    • Müdigkeit

    • Stimmungsschwankungen (Depression, Reizbarkeit)

  • Langfristige Folgen (bei anhaltendem Konsum fruktosereicher Lebensmittel):

    • Dysbiose (Fehlbesiedlung des Darms mit ungünstigen Bakterien)

    • Vitamin- und Mineralstoffmängel (z. B. Zink, Folsäure)

    • Unverträglichkeiten gegenüber weiteren Lebensmitteln durch eine gestörte Darmflora

 


 

Wie wird Fruktosemalabsorption diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch einen Wasserstoff-Atemtest (H2-Atemtest). Dabei trinkt der Patient eine definierte Menge Fruktose, und der ausgeatmete Wasserstoff wird gemessen. Ein erhöhter Wasserstoffgehalt weist darauf hin, dass Fruktose im Dickdarm fermentiert wird.

Zusätzlich kann eine Eliminationsdiät helfen, Unverträglichkeiten zu identifizieren. Dabei wird für einige Wochen auf Fruktose verzichtet und dann langsam wieder eingeführt.

 


 

Lebensmittelübersicht für Menschen mit Fruktosemalabsorption

Da die Verträglichkeit individuell unterschiedlich ist, sollte jeder Betroffene eine persönliche Toleranzgrenze durch schrittweises Austesten herausfinden.

Lebensmittel mit hohem Fruktosegehalt (sollten gemieden werden)

Kategorie

Lebensmittel mit hohem Fruktosegehalt

Obst

Äpfel, Birnen, Mangos, Wassermelonen, Trauben, Kirschen, Pflaumen

Gemüse

Tomaten, Spargel, Zwiebeln, Artischocken, Paprika

Süßungsmittel

Honig, Agavendicksaft, Fruktosesirup, Maissirup

Getränke

Fruchtsäfte, Softdrinks, Eistee, Limonaden, Energy-Drinks

Fertigprodukte

Ketchup, Dressings, Müsliriegel, Diätprodukte mit Fruktoseersatzstoffen

Alkohol

Weißwein, Bier, süße Liköre

Fruktosearme Alternativen

Kategorie

Gut verträgliche Lebensmittel

Obst

Bananen, Heidelbeeren, Himbeeren, Zitronen, Kokosnuss

Gemüse

Kartoffeln, Spinat, Gurken, Brokkoli, Zucchini

Süßungsmittel

Glukose (Traubenzucker), Reissirup

Getränke

Wasser, ungesüßter Tee, Kaffee ohne Zucker

Getreide

Reis, Haferflocken, Dinkel, Quinoa

FODMAP-Prinzip zur besseren Verträglichkeit

Da viele Betroffene auch auf andere fermentierbare Zucker (FODMAPs) reagieren, kann eine FODMAP-arme Ernährung helfen, Beschwerden zu reduzieren.

 


 

Therapie und Management der Fruktosemalabsorption

Da es keine Heilung für Fruktosemalabsorption gibt, besteht die Behandlung vor allem in der Anpassung der Ernährung.

Ernährungsstrategien:

  1. Reduktion von Fruktose: Stark fruktosehaltige Lebensmittel meiden oder nur in kleinen Mengen verzehren.

  2. Glukose als Hilfsmittel: Fruktose wird besser aufgenommen, wenn sie zusammen mit Glukose konsumiert wird. Beispielsweise wird Apfelsaft schlechter vertragen als Apfelsaft mit Traubenzucker.

  3. Enzym-Supplementierung: Xylose Isomerase (z. B. in FRUCTOSiN®) kann Fruktose in Glukose umwandeln und die Verträglichkeit verbessern.

  4. FODMAP-arme Ernährung: Da viele Betroffene auch empfindlich auf andere Zucker reagieren, kann eine Reduktion von fermentierbaren Oligo-, Di-, Monosacchariden und Polyolen helfen.

  5. Ernährungstagebuch führen: Hilft dabei, individuelle Toleranzgrenzen zu identifizieren.

 


 

Fazit

Fruktosemalabsorption ist eine weit verbreitete Verdauungsstörung, die zu unangenehmen Beschwerden führen kann. Durch eine gezielte Ernährungsanpassung, den Einsatz von Xylose Isomerase und eine bewusste Lebensmittelauswahl kann die Symptomatik jedoch deutlich verbessert werden. Ein individueller Ernährungsplan in Zusammenarbeit mit einem Ernährungsberater oder Arzt kann helfen, die Lebensqualität trotz Fruktosemalabsorption zu erhalten.

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