INFECTOSOOR Mundgel 20 mg/g

3 Min. Lesezeitletzte Aktualisierung: 07.08.2025

INFECTOSOOR Mundgel 20 mg/g

Wirkstoff:

Miconazol, 20 mg pro 1 g Gel

Darreichungsform:

Weißliches Gel zur Anwendung in der Mundhöhle

Anwendungsgebiete:

Behandlung von Hefepilzinfektionen (Candida) der Mundschleimhaut (Mundsoor) bei Säuglingen ab 4 Monaten, Kindern und Erwachsenen.

Dosierung für Säuglinge und Kleinkinder (4–24 Monate):

Viermal täglich 1 kleiner Messlöffel, (entspricht 1 ml Gel und ca. 25 mg Miconazol). Die Dosis in kleine Einzelportionen aufteilen und mit einem sauberen Finger vorn im Mundraum auftragen. Nicht in den Rachen geben. Das Gel sollte möglichst lange im Mund behalten und dann geschluckt werden.

Dosierung für Kinder ab 2 Jahren und Erwachsene:

Viermal täglich 1 großer Messlöffel (entspricht 2 ml Gel und ca. 50 mg Miconazol). Gleichmäßig auf die Mundschleimhaut auftragen, möglichst lange im Mund behalten und dann schlucken.

Art der Anwendung:

Gel mit einem sauberen Finger gleichmäßig auf die betroffenen Schleimhautstellen im Mund auftragen. Das Gel wird nach den Mahlzeiten angewendet.

Dauer der Anwendung:

Die Behandlung sollte mindestens eine Woche über das Verschwinden der Beschwerden hinaus fortgesetzt werden. Sollte keine Besserung innerhalb von 5 Tagen eintreten, ärztliche Rücksprache erforderlich.

Besondere Hinweise zur Anwendung:

Bei Prothesenträgern sollten Zahnprothesen nachts entfernt und mit dem Gel gebürstet werden. Auch herausnehmbare Zahnspangen sollten mit dem Gel gereinigt werden. Das Gel darf nicht auf Brustwarzen von stillenden Frauen aufgetragen werden.

Kontraindikationen:

Nicht anwenden bei Säuglingen unter 4 Monaten oder bei Kindern mit nicht ausgereiftem Schluckreflex. Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen Miconazol, andere Imidazole oder sonstige Bestandteile. Kontraindiziert bei Leberfunktionsstörungen. Nicht anwenden bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Astemizol, Bepridil, Cisaprid, Halofantrin, Terfenadin, Warfarin, Midazolam oral, Simvastatin, Lovastatin, Mutterkornalkaloide, Triazolam, Pimozid, Sertindol).

Wechselwirkungen:

Miconazol hemmt CYP3A4 und CYP2C9. Verstärkte oder verlängerte Wirkung zahlreicher Arzneimittel möglich. Kritische Interaktionen bestehen insbesondere mit:

– Antikoagulanzien (z. B. Warfarin)

– Antihistaminika (z. B. Terfenadin, Astemizol, Mizolastin)

– Migränemittel (Mutterkornalkaloide)

– Antiepileptika (z. B. Phenytoin, Carbamazepin)

– Immunsuppressiva (z. B. Ciclosporin, Tacrolimus)

– HIV-Protease-Inhibitoren (z. B. Saquinavir)

– Zytostatika (z. B. Vinca-Alkaloide, Docetaxel)

– Calciumkanalblocker (z. B. Verapamil)

– Sedativa und Anxiolytika (z. B. Alprazolam, Midazolam i.v., Brotizolam, Buspiron)

Nebenwirkungen – häufig:

Mundtrockenheit, Übelkeit, unangenehmes Gefühl im Mund, Erbrechen, Regurgitation, abweichender Geschmack.

Nebenwirkungen – gelegentlich:

Geschmacksstörungen.

Nebenwirkungen – sehr selten:

Allergische Reaktionen wie Angioödem oder anaphylaktischer Schock, Aspiration, Leberentzündung (Hepatitis), schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom.

Nebenwirkungen – nicht bekannt:

Akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP).

Warnhinweise:

Kontakt mit Augen vermeiden. Bei Auftreten von Hautausschlag oder allergischen Reaktionen sofort absetzen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Phenytoin oder Sulfonylharnstoffen Kontrolle der Plasmaspiegel bzw. Blutzuckerwerte empfohlen.

Schwangerschaft:

Im ersten Trimenon kontraindiziert. Im zweiten und dritten Trimenon nur nach ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden.

Stillzeit:

Es ist nicht bekannt, ob Miconazol in die Muttermilch übergeht. Anwendung während der Stillzeit nur nach ärztlicher Abwägung.

Inhaltsstoffe (sonstige Bestandteile):

Polysorbat 20, Saccharin-Natrium, vorverkleisterte Kartoffelstärke, Orangen- und Kakao-Aroma (mit D-Limonen, Linalool, Citral, Citronellol, Geraniol, Benzylalkohol und (E)-Benzylcinnamat), Ethanol 96 %, Glycerol, Gereinigtes Wasser.

Besondere Hinweise zu Hilfsstoffen:

Enthält Ethanol (1,1 %), Benzylalkohol, potenziell allergene Aromastoffe. Bei geschädigter Schleimhaut kann Brennen auftreten. Kein Hinweis auf Laktose- oder Glutenfreiheit. Nicht als vegan deklariert.

Haltbarkeit:

Nach Anbruch 8 Wochen verwendbar.

Lagerung:

Keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Apothekenpflicht:

Ja







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