Kamille für Säuglinge
Kamillentee wird oft als sanftes Hausmittel angesehen, aber bei Babys – insbesondere unter 6 Monaten – wird seine Anwendung nicht uneingeschränkt empfohlen, und dafür gibt es mehrere Gründe:
1. Risiko von Allergien und Unverträglichkeiten
Kamille gehört zur Familie der Korbblütler, die bei empfindlichen Personen – auch bei Säuglingen – allergische Reaktionen auslösen können. Symptome können sein:
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Hautausschlag
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Atembeschwerden
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Schleimhautschwellungen
2. Risiko durch Verunreinigungen
In losen Kamillenblüten oder unkontrollierten Teemischungen (z. B. aus dem Garten oder Billigprodukten) können sich Keime, Schimmelsporen oder Pyrrolizidinalkaloide (PA) befinden – Stoffe, die leberschäd
3. Zentrale Wirkung
Kamille wirkt beruhigend, kann aber bei Säuglingen auch zentral dämpfend wirken. In großen Mengen oder unkontrollierten Konzentrationen könnte das Risiko bestehen, dass:
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das Kind schläfrig oder teilnahmslos wirkt
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das Trinkverhalten beeinträchtigt wird
4. Gefahr durch Flüssigkeitsersatz
Wenn zu viel Tee und zu wenig Milch gegeben wird (besonders bei Neugeborenen), kann es zu:
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Mangelernährung
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Natriumverlust (Wasservergiftung)
kommen – mit potenziell lebensbedrohlichen Folgen.
Wann ist Kamillentee bei Babys doch vertretbar?
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Ab 6 Monaten, in kleinen Mengen (1–2 Teelöffel) z. B. bei Blähungen oder Zahnungsbeschwerden – nur in Absprache mit der Kinderärztin
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Nur geprüfte Arzneitees (z. B. aus der Apotheke), keine offenen Blüten
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Kein Zucker oder Honig zusetzen!
Alternative bei Zahnungsbeschwerden
Für lokales Auftragen im Mund (wie bei InfectoGingi, Dentinox Gel N, Kamistad Baby) gelten andere Regeln – hier wird Kamille gezielt eingesetzt, nicht getrunken, und ist pharmazeutisch geprüft. Dennoch: bei Säuglingen unter 4 Wochen → nur nach Rücksprache.
Der Unterschied zwischen Kamillentee und Kamillenextrakten in Babyprodukten (wie Zahnungsgels) liegt vor allem in Herstellung, Dosierung, Anwendung und Sicherheit. Hier die wichtigsten Unterschiede:
1. Standardisierung & Qualität
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Kamillenextrakte in Zahnungsgels stammen aus kontrollierten pharmazeutischen Quellen.
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Der Extrakt ist standardisiert (gleichbleibende Wirkstoffmenge) und auf Schadstoffe geprüft.
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Bei Kamillentee – vor allem lose Blüten oder günstige Tees – ist die Wirkstoffmenge variabel und mögliche Verunreinigungen (Schimmel, Bakterien, Pyrrolizidinalkaloide) sind nicht ausgeschlossen.
2. Wirkstoffkonzentration & Anwendung
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Zahnungsgels enthalten Kamille in definierter, sehr kleiner Dosis und werden äußerlich lokal auf das Zahnfleisch aufgetragen.
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Kamillentee wird innerlich eingenommen (oral), wobei größere Mengen getrunken werden können – was bei Säuglingen das Risiko von Flüssigkeitsungleichgewichten oder allergischen Reaktionen erhöht.
3. Anwendungssicherheit bei Babys
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In Zahnungsgels ist Kamille:
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kombiniert mit anderen reizlindernden Stoffen (z. B. Lidocain, Xylitol, Panthenol)
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gut verträglich in der vorgesehenen Altersgruppe
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nicht systemisch wirksam (kaum Aufnahme über die Schleimhaut)
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Kamillentee kann bei kleinen Babys:
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zu Mangelernährung führen (wenn er statt Milch gegeben wird)
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Schlafverhalten oder Magen-Darm-Funktion negativ beeinflussen
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allergische Reaktionen begünstigen
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