Produktzusammenfassung für Vektordatenbank
Produktname: Kisunla® 350 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Wirkstoff: Donanemab (rekombinanter humanisierter monoklonaler Antikörper)
Hersteller: Eli Lilly Nederland B.V., Vertrieb: Lilly Deutschland GmbH
ATC-Code: N06DX05
Zulassung: EU/1/25/1926/001–002, erteilt am 24.09.2025
Verschreibungsstatus: Verschreibungspflichtig
Zusammensetzung
Jede Durchstechflasche enthält:
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350 mg Donanemab in 20 ml (17,5 mg/ml)
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Sonstige Bestandteile: Natriumcitrat, Citronensäure, Saccharose, Polysorbat 80, Wasser für Injektionszwecke
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Natriumgehalt: 11,5 mg pro Durchstechflasche
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Polysorbat 80: 4 mg pro Durchstechflasche
Hinweis: Enthält Natrium und Polysorbat 80 – nicht für Patienten mit entsprechender Unverträglichkeit geeignet. Keine Angaben zu Laktose, Gluten oder tierischen Bestandteilen; aufgrund der biotechnologischen Herstellung (CHO-Zellen) nicht als vegan einzustufen.
Darreichungsform
Steriles Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung; klare bis leicht gelbliche Flüssigkeit mit pH 5,5–6,5.
Anwendungsgebiet
Zur Behandlung erwachsener Patienten mit:
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Leichter kognitiver Störung oder leichter Demenz infolge Alzheimer-Krankheit
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Nachgewiesener Amyloid-Pathologie
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ApoE-ε4-heterozygoter oder Nichtträger-Status
Nicht indiziert bei homozygoten ApoE-ε4-Trägern.
Dosierung und Anwendung
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Initial 350 mg → nach 4 Wochen 700 mg → nach 8 Wochen 1 050 mg → danach alle 4 Wochen 1 400 mg intravenös.
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Infusion über mindestens 30 Minuten; Patient danach ≥ 30 Minuten überwachen.
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Behandlungsdauer: bis zur bestätigten Entfernung der Amyloid-Plaques (max. 18 Monate).
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MRT-Kontrollen erforderlich vor Infusion 2, 3, 4 und 7; ggf. nach 12 Monaten.
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Behandlung nur durch spezialisierte Ärzt:innen mit Zugang zu MRT und Erfahrung in ARIA-Überwachung.
Gegenanzeigen
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Überempfindlichkeit gegen Bestandteile
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Vorbestehende intrazerebrale Blutungen, > 4 Mikrohämorrhagien, superfizielle Siderose oder vasogenes Ödem
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Zerebrale Amyloid-Angiopathie
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Unkontrollierte Blutungsstörung oder laufende Antikoagulation
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Schwere Erkrankung der weißen Substanz
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Schlecht eingestellte Hypertonie
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MRT-Kontraindikationen (z. B. metallische Implantate, Klaustrophobie)
Wichtige Warnhinweise
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ARIA (amyloid-related imaging abnormalities): häufig, potenziell schwerwiegend oder tödlich. Symptome: Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Schwindel, Sehstörungen, Krampfanfälle.
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ApoE-ε4-Träger haben erhöhtes ARIA-Risiko.
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Kontrolliertes Zugangsprogramm: Therapieeinleitung nur über registrierte Zentren.
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Infusionsbedingte Reaktionen: häufig, u. a. Erythem, Übelkeit, Dyspnoe, Schüttelfrost.
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Erhöhtes Risiko für intrazerebrale Hämorrhagien, insbesondere bei gleichzeitiger Antikoagulation.
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Natrium- und Polysorbatanteil beachten.
Wechselwirkungen
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Keine pharmakokinetischen Interaktionen bekannt.
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Vorsicht bei gleichzeitiger Gabe von Antithrombotika oder Thrombolytika (erhöhtes Blutungsrisiko).
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Keine Wechselwirkungen mit CYP-Enzymen zu erwarten.
Nebenwirkungen (häufigste)
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ARIA-E (Ödeme/Ergüsse): 20,6 %
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ARIA-H (Mikrohämorrhagien/Siderose): 27,6 %
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Kopfschmerzen: 14,6 %
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Übelkeit, Erbrechen: häufig
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Infusionsreaktionen: 8,3 %, teils schwerwiegend (0,4 %)
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Anaphylaxie: 0,4 %
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Intrakranielle Hämorrhagien: 1,4 %
Schwerwiegende ARIA-E/H traten in 1–2 % der Fälle auf, gelegentlich tödlich.
Pharmakodynamik / Wirksamkeit
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Donanemab bindet selektiv an modifizierte Beta-Amyloid-Form (N3pE-Aβ) und aktiviert Mikroglia zur Plaque-Phagozytose.
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In Studien (TRAILBLAZER-ALZ 2): signifikante Amyloid-Reduktion und verlangsamter kognitiver Abbau bei Patienten mit geringer bis mittlerer Tau-Last.
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Kein Nutzen bei hoher Tau-Last.
Pharmakokinetik
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Halbwertszeit: ≈ 12 Tage
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Clearance: 0,0255 l/h
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Keine Dosisanpassung bei Leber- oder Nierenfunktionsstörung erforderlich.
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Immunogenität hoch (≈ 88 % entwickeln Anti-Drug-Antikörper), ohne klinisch relevanten Wirkverlust.
Schwangerschaft und Stillzeit
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Anwendung während Schwangerschaft vermeiden (keine ausreichenden Daten).
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Stillzeit: theoretisches Risiko in den ersten Tagen nach Geburt; Anwendung nur bei zwingender Indikation.
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Keine Daten zur Fertilität.
Lagerung
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Kühl (2–8 °C), im Umkarton, nicht einfrieren oder schütteln.
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Nach Verdünnung: sofort verwenden oder bis 72 h bei 2–8 °C / 12 h bei ≤ 25 °C lagern.
Allgemeine Hinweise
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Therapie ausschließlich durch spezialisierte Zentren mit MRT-Überwachung.
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Nutzen-Risiko regelmäßig neu bewerten, insbesondere bei Fortschreiten zur mittelschweren Demenz.
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Patientenpass erforderlich; Aufklärung über ARIA-Risiken.
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Keine Selbstmedikation oder Anwendung außerhalb zugelassener Indikation.
Beipackzettel unter: https://www.fachinfo.de/fi/pdf/025438/kisunla-r-350-mg-konzentrat-zur-herstellung-einer-infusionsloesung
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