Produktname: Methocarbamol-neuraxpharm® 1500 mg Filmtabletten
Wirkstoff: Methocarbamol 1500 mg pro Filmtablette
Darreichungsform: Weiße, bikonvexe, längliche Filmtablette mit Bruchkerbe, teilbar
Hersteller / Zulassungsinhaber: neuraxpharm Arzneimittel GmbH, Elisabeth-Selbert-Str. 23, 40764 Langenfeld
Zulassungsnummer: 2205391.00.00
Stand der Information: 10/2023
Verschreibungspflichtig
Zusammensetzung
Wirkstoff: Methocarbamol
Hilfsstoffe: Lactose-Monohydrat (44,74 mg), Croscarmellose-Natrium, Natriumdodecylsulfat, Povidon K30, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (pflanzlich), Polyvinylalkohol, Titandioxid (E 171), Talkum, Macrogol 3350.
Hinweis für Beratung:
Nicht geeignet für Personen mit Laktoseintoleranz, Galactose-Intoleranz, Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption. Enthält Lactose.
Keine Angaben zu Gluten oder tierischen Bestandteilen außer pflanzlichem Magnesiumstearat → wahrscheinlich glutenfrei, nicht vegan (wegen eventueller Spuren anderer tierischer Stoffe nicht gesichert).
Anwendungsgebiet
Zur symptomatischen Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen, insbesondere im unteren Rückenbereich (Lumbago).
Anwendung nur bei Erwachsenen.
Dosierung und Anwendung
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Standarddosierung: 3 × täglich 1500 mg
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Initialdosis: 4 × täglich 1500 mg
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Maximaldosis: bis zu 7500 mg pro Tag
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Dauer: Anwendungszeit sollte 30 Tage nicht überschreiten.
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Einnahme: Mit ausreichend Wasser, unabhängig von Mahlzeiten.
Gegenanzeigen
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Überempfindlichkeit gegen Methocarbamol oder Bestandteile
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Komatöse oder präkomatöse Zustände
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Erkrankungen des Zentralnervensystems
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Myasthenia gravis
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Neigung zu epileptischen Krampfanfällen
Warnhinweise
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Vorsicht bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion.
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Kann Schwindel und Schläfrigkeit verursachen → keine aktive Teilnahme am Straßenverkehr oder Bedienen von Maschinen.
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Kann Laborwerte (5-HIAA, VMA) verfälschen.
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Alkohol und andere zentral wirksame Medikamente verstärken die Wirkung.
Wechselwirkungen
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Verstärkung zentraldämpfender Mittel (Barbiturate, Opioide, Appetitzügler, Alkohol).
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Verstärkung anticholinerger Wirkungen (z. B. Atropin, psychotrope Arzneimittel).
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Abschwächung von Pyridostigminbromid → nicht bei Myasthenia gravis verwenden.
Schwangerschaft und Stillzeit
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Keine ausreichenden Daten → nicht empfohlen in Schwangerschaft und Stillzeit.
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Übergang in Muttermilch nicht bekannt, bei Tieren nachgewiesen.
Nebenwirkungen
Häufigkeit teils nicht bekannt, insbesondere:
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Zentralnervös: Schläfrigkeit, Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerz, Koordinationsstörungen, Tremor, Krampfanfälle.
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Psychisch: Unruhe, Angst, Verwirrtheit.
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Herz-Kreislauf: Bradykardie, Hypotonie, Hitzewallungen.
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Gastrointestinal: Übelkeit, Erbrechen, Appetitminderung.
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Haut: Ausschlag, Pruritus, Urtikaria, Angioödem.
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Sonstiges: Sehstörungen, Fieber, selten Konjunktivitis, anaphylaktische Reaktionen.
Überdosierung
Symptome: Schläfrigkeit, Schwindel, Benommenheit; bei sehr hohen Dosen in Kombination mit Alkohol oder Opiaten Todesfälle beschrieben.
Therapie: symptomatisch, Überwachung der Vitalfunktionen.
Pharmakologie
Wirkmechanismus: Zentral wirkendes Muskelrelaxans (Carbaminsäureester).
Hemmung polysynaptischer Reflexe im Rückenmark → Linderung muskulärer Spasmen.
Wirkeintritt: ca. 30–60 min nach Einnahme, maximale Plasmakonzentration nach 0,5–1 h.
Halbwertszeit: ca. 2 h.
Ausscheidung: Über die Nieren, teils als Glucuronid/Sulfat-Metaboliten.
Beratungshinweise für Apotheken
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Nicht länger als 30 Tage anwenden.
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Kein Alkohol oder andere sedierende Mittel parallel einnehmen.
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Bei Schläfrigkeit keine Fahrzeuge führen.
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Enthält Lactose → Patienten mit Unverträglichkeiten aufklären.
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Kein Einsatz bei Myasthenia gravis.
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Keine Anwendung in Schwangerschaft oder Stillzeit.
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Nicht mit Muskelrelaxanzien oder Antidepressiva ohne Rücksprache kombinieren.
Häufige Kundenfragen
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Ist das Produkt laktosefrei? Nein.
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Ist es glutenfrei? Ja, keine glutenhaltigen Bestandteile enthalten.
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Ist es vegan? Unklar, wahrscheinlich nicht vollständig.
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Wann einnehmen? Mit ausreichend Wasser, unabhängig von den Mahlzeiten.
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Wie lange darf man es nehmen? Maximal 30 Tage.
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Darf man Autofahren? Nur, wenn keine Schläfrigkeit auftritt.
Mehr zum Produkt:
www.fachinfo.de/fi/detail/023440/methocarbamol-neuraxpharm-r-1500-mg
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