Methocarbamol 1500 mg Filmtabletten

3 Min. Lesezeitletzte Aktualisierung: 11.10.2025

Produktname: Methocarbamol-neuraxpharm® 1500 mg Filmtabletten

 

Wirkstoff: Methocarbamol 1500 mg pro Filmtablette

 

Darreichungsform: Weiße, bikonvexe, längliche Filmtablette mit Bruchkerbe, teilbar

 

Hersteller / Zulassungsinhaber: neuraxpharm Arzneimittel GmbH, Elisabeth-Selbert-Str. 23, 40764 Langenfeld

 

Zulassungsnummer: 2205391.00.00

Stand der Information: 10/2023

Verschreibungspflichtig

 

 

Zusammensetzung

Wirkstoff: Methocarbamol

Hilfsstoffe: Lactose-Monohydrat (44,74 mg), Croscarmellose-Natrium, Natriumdodecylsulfat, Povidon K30, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (pflanzlich), Polyvinylalkohol, Titandioxid (E 171), Talkum, Macrogol 3350.

 

Hinweis für Beratung:

Nicht geeignet für Personen mit Laktoseintoleranz, Galactose-Intoleranz, Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption. Enthält Lactose.

Keine Angaben zu Gluten oder tierischen Bestandteilen außer pflanzlichem Magnesiumstearat → wahrscheinlich glutenfrei, nicht vegan (wegen eventueller Spuren anderer tierischer Stoffe nicht gesichert).

 

 

Anwendungsgebiet

 

Zur symptomatischen Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen, insbesondere im unteren Rückenbereich (Lumbago).

Anwendung nur bei Erwachsenen.

 

Dosierung und Anwendung

 

  • Standarddosierung: 3 × täglich 1500 mg

  • Initialdosis: 4 × täglich 1500 mg

  • Maximaldosis: bis zu 7500 mg pro Tag

  • Dauer: Anwendungszeit sollte 30 Tage nicht überschreiten.

  • Einnahme: Mit ausreichend Wasser, unabhängig von Mahlzeiten.

 

Gegenanzeigen

 

  • Überempfindlichkeit gegen Methocarbamol oder Bestandteile

  • Komatöse oder präkomatöse Zustände

  • Erkrankungen des Zentralnervensystems

  • Myasthenia gravis

  • Neigung zu epileptischen Krampfanfällen

 

Warnhinweise

 

  • Vorsicht bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion.

  • Kann Schwindel und Schläfrigkeit verursachen → keine aktive Teilnahme am Straßenverkehr oder Bedienen von Maschinen.

  • Kann Laborwerte (5-HIAA, VMA) verfälschen.

  • Alkohol und andere zentral wirksame Medikamente verstärken die Wirkung.

 

 

Wechselwirkungen

 

  • Verstärkung zentraldämpfender Mittel (Barbiturate, Opioide, Appetitzügler, Alkohol).

  • Verstärkung anticholinerger Wirkungen (z. B. Atropin, psychotrope Arzneimittel).

  • Abschwächung von Pyridostigminbromid → nicht bei Myasthenia gravis verwenden.

 

Schwangerschaft und Stillzeit

 

  • Keine ausreichenden Daten → nicht empfohlen in Schwangerschaft und Stillzeit.

  • Übergang in Muttermilch nicht bekannt, bei Tieren nachgewiesen.

 

 

Nebenwirkungen

 

Häufigkeit teils nicht bekannt, insbesondere:

 

  • Zentralnervös: Schläfrigkeit, Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerz, Koordinationsstörungen, Tremor, Krampfanfälle.

  • Psychisch: Unruhe, Angst, Verwirrtheit.

  • Herz-Kreislauf: Bradykardie, Hypotonie, Hitzewallungen.

  • Gastrointestinal: Übelkeit, Erbrechen, Appetitminderung.

  • Haut: Ausschlag, Pruritus, Urtikaria, Angioödem.

  • Sonstiges: Sehstörungen, Fieber, selten Konjunktivitis, anaphylaktische Reaktionen.

 

Überdosierung

Symptome: Schläfrigkeit, Schwindel, Benommenheit; bei sehr hohen Dosen in Kombination mit Alkohol oder Opiaten Todesfälle beschrieben.

Therapie: symptomatisch, Überwachung der Vitalfunktionen.

 

Pharmakologie

Wirkmechanismus: Zentral wirkendes Muskelrelaxans (Carbaminsäureester).

Hemmung polysynaptischer Reflexe im Rückenmark → Linderung muskulärer Spasmen.

Wirkeintritt: ca. 30–60 min nach Einnahme, maximale Plasmakonzentration nach 0,5–1 h.

Halbwertszeit: ca. 2 h.

Ausscheidung: Über die Nieren, teils als Glucuronid/Sulfat-Metaboliten.

 

Beratungshinweise für Apotheken

  • Nicht länger als 30 Tage anwenden.

  • Kein Alkohol oder andere sedierende Mittel parallel einnehmen.

  • Bei Schläfrigkeit keine Fahrzeuge führen.

  • Enthält Lactose → Patienten mit Unverträglichkeiten aufklären.

  • Kein Einsatz bei Myasthenia gravis.

  • Keine Anwendung in Schwangerschaft oder Stillzeit.

  • Nicht mit Muskelrelaxanzien oder Antidepressiva ohne Rücksprache kombinieren.

 

 

Häufige Kundenfragen

  • Ist das Produkt laktosefrei? Nein.

  • Ist es glutenfrei? Ja, keine glutenhaltigen Bestandteile enthalten.

  • Ist es vegan? Unklar, wahrscheinlich nicht vollständig.

  • Wann einnehmen? Mit ausreichend Wasser, unabhängig von den Mahlzeiten.

  • Wie lange darf man es nehmen? Maximal 30 Tage.

  • Darf man Autofahren? Nur, wenn keine Schläfrigkeit auftritt.

 

 

Mehr zum Produkt:

www.fachinfo.de/fi/detail/023440/methocarbamol-neuraxpharm-r-1500-mg

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