Mucosolvan Hustensaft
Wirkstoff: Ambroxolhydrochlorid
Zusammensetzung:
5 ml Lösung enthalten 30 mg Ambroxolhydrochlorid.
Weitere Bestandteile: Sorbitol, Glycerol, Benzoesäure, Hydroxyethylcellulose, Acesulfam-Kalium, Aromastoffe, gereinigtes Wasser.
Anwendungsgebiete:
Zur schleimlösenden Behandlung bei akuten und chronischen Erkrankungen der Bronchien und der Lunge mit zähem Schleim.
Dosierung:
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren:
In den ersten 2–3 Tagen: 3-mal täglich 5 ml.
Danach: 2-mal täglich 5 ml.
Kinder von 6 bis 12 Jahren:
2–3-mal täglich 2,5 ml.
Kinder von 2 bis 5 Jahren:
3-mal täglich 1,25 ml.
Kinder unter 2 Jahren:
2-mal täglich 1,25 ml (nur auf ärztliche Anweisung).
Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Die schleimlösende Wirkung wird durch reichliche Flüssigkeitszufuhr unterstützt. citeturn0search4
Nebenwirkungen:
Häufig: Geschmacksstörungen.
Gelegentlich: Übelkeit, Taubheitsgefühl im Mund und Rachen, Mundtrockenheit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, trockener Hals.
Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen, Hautausschlag, Nesselsucht.
Sehr selten: Schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und toxisch epidermale Nekrolyse.
Bei Auftreten von Hautausschlägen oder Schleimhautschädigungen sollte die Anwendung beendet und unverzüglich ärztlicher Rat eingeholt werden. citeturn0search4
Wechselwirkungen:
Keine klinisch bedeutsamen Wechselwirkungen bekannt.
Die gleichzeitige Anwendung von Mucosolvan® Hustensaft und hustenstillenden Mitteln (Antitussiva) kann zu einem gefährlichen Sekretstau führen und sollte daher nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen. citeturn0search4
Schwangerschaft und Stillzeit:
Schwangerschaft:
Der Hersteller gibt folgende Hinweise: Ambroxol erreicht das ungeborene Kind. Klinische Erfahrungen nach der 28. Schwangerschaftswoche haben keinen Hinweis auf schädliche Auswirkungen auf das ungeborene Kind ergeben. Dennoch sollten Sie dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht einnehmen, insbesondere nicht während der ersten 3 Monate. Damit sichert er sich rechtlich ab.
Ambroxol in Schwangerschaft und Stillzeit – Hersteller vs. Embryotox
Herstellerempfehlung:
Der Hersteller von Mucosolvan® rät in seiner Packungsbeilage von der Einnahme während der Schwangerschaft ab, insbesondere im ersten Trimester. Diese Empfehlung dient rechtlichen Sicherheitsgründen, da es keine systematischen Studien zur Anwendung bei Schwangeren gibt. In der Stillzeit wird die Einnahme nicht empfohlen, da Ambroxol im Tierversuch in die Muttermilch übergeht. Herstellerempfehlung zur Stillzeit: Der Wirkstoff Ambroxol geht im Tierversuch in die Muttermilch über. Eine Anwendung während der Stillzeit ist nicht empfohlen.
Embryotox-Bewertung:
Laut Embryotox gibt es keine Hinweise auf embryotoxische oder fetotoxische Effekte. Obwohl systematische Studien am Menschen fehlen, wurde Ambroxol weit verbreitet eingenommen, ohne dass über Fehlbildungen oder Schäden berichtet wurde. Auch Untersuchungen zur Förderung der Lungenreife bei Frühgeburten in den 1980er und 90er Jahren fanden keine schädigenden Effekte.
Empfehlung von Embryotox:
Falls nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Inhalation oder ausreichende Flüssigkeitszufuhr unzureichend sind, kann Ambroxol auch in der Schwangerschaft angewendet werden.
Es gibt keine besser geeigneten Alternativen.
Stillzeit: Obwohl keine systematischen Studien zum Übergang in die Muttermilch vorliegen, sind keine negativen Effekte bei gestillten Säuglingen bekannt. Eine kurzfristige Anwendung während der Stillzeit wird daher nicht als problematisch angesehen.
Fazit für die Anwendung von Mucosolvan (Ambroxol) in der Schangerschaft und Stillzeit:
Der Hersteller schließt die Einnahme in Schwangerschaft und Stillzeit aus Sicherheitsgründen aus, während Embryotox eine Anwendung unter bestimmten Bedingungen für vertretbar hält. Generell gilt Mucosolvan bzw. Ambroxol als sicher in der Schwangerschaft und die kurzfristige Einnahme kann Schwangeren empfohlen werden. Jedoch ist es wichtig, zeitnah mit dem behandelnden Frauenarzt in Kontakt zu treten, um eine Diagnose stellen und die Therapie einleiten zu lassen,
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion sollte Mucosolvan® Hustensaft nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.
Bei einigen seltenen Erkrankungen der Bronchien, die mit übermäßiger Sekretansammlung einhergehen (z. B. malignes Ziliensyndrom), sollte Mucosolvan® Hustensaft wegen eines möglichen Sekretstaus nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Patienten mit Fruktoseunverträglichkeit sollten Mucosolvan® Hustensaft erst nach Rücksprache mit ihrem Arzt einnehmen, da es Sorbitol enthält. citeturn0search4
Aufbewahrung:
Nicht über 25 °C lagern.
Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Nach Anbruch ist Mucosolvan® Hustensaft 6 Monate haltbar.
Verpackung:
Erhältlich in Flaschen zu 100 ml und 200 ml mit beiliegendem Messbecher.
Diese Zusammenfassung basiert auf den verfügbaren Informationen und wurde zur Reduzierung der Datenmenge erstellt.
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