Paracetamol 500 mg Zäpfchen

3 Min. Lesezeitletzte Aktualisierung: 07.08.2025

Paracetamol 500 mg Zäpfchen

  • Wirkstoff: Paracetamol (500 mg pro Zäpfchen)

  • Darreichungsform: Zäpfchen (Rektale Anwendung)

  • Farbe & Form: Weiße bis schwach gelbliche, geruchlose Zäpfchen

  • Packungsgröße: 10 Zäpfchen pro Packung

 


 

Anwendungsgebiete

  • Zur symptomatischen Behandlung von:

    • Leichten bis mäßig starken Schmerzen

    • Fieber

  • Geeignet für:

    • Kinder ab 8 Jahren (ab 26 kg Körpergewicht)

    • Jugendliche

    • Erwachsene

 


 

Dosierung & Anwendung

Empfohlene Dosierung nach Körpergewicht:

Körpergewicht (Alter)

Einzeldosis

Maximale Tagesdosis (24h)

26–32 kg (8–11 Jahre)

1 Zäpfchen (500 mg)

3 Zäpfchen (1.500 mg)

33–43 kg (11–12 Jahre)

1 Zäpfchen (500 mg)

4 Zäpfchen (2.000 mg)

Ab 43 kg (ab 12 Jahren & Erwachsene)

1–2 Zäpfchen (500–1.000 mg)

8 Zäpfchen (4.000 mg)

  • Dosierungsintervalle: Mindestens 6 Stunden zwischen den Einzeldosen

  • Maximale Tagesdosis:

    • Erwachsene: 4.000 mg Paracetamol

    • Kinder: 60 mg/kg Körpergewicht

  • Anwendungsdauer:

    • Ohne ärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage verwenden.

 


 

Besondere Patientengruppen

  • Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Dosisreduzierung erforderlich, ggf. Verlängerung der Dosierungsintervalle.

  • Schwere Niereninsuffizienz:

    • Glomeruläre Filtrationsrate 10-50 ml/min: 500 mg alle 6 Stunden.

    • <10 ml/min: 500 mg alle 8 Stunden.

  • Ältere Patienten: Keine spezielle Anpassung erforderlich, außer bei geschwächten oder immobilisierten Personen.

 


 

Wechselwirkungen

  • Gichtmittel (Probenecid) → Reduktion der Paracetamol-Dosis erforderlich.

  • Leberbelastende Medikamente (z. B. Schlafmittel, Epilepsiemedikamente, Rifampicin, Alkohol) → Risiko für Leberschäden.

  • Cholestyramin (gegen erhöhte Blutfette) → Reduzierte Paracetamol-Aufnahme.

  • Zidovudin (HIV-Medikament) → Verstärkte Blutbildveränderungen.

  • Flucloxacillin (Antibiotikum) → Risiko für metabolische Azidose.

  • Antikoagulantien (z. B. Warfarin) → Wiederholte Anwendung kann Blutgerinnung beeinflussen.

Wichtige Hinweise:

  • Nicht mit Alkohol kombinieren.

  • Andere Paracetamol-haltige Präparate vermeiden, um Überdosierung zu verhindern.

 


 

Nebenwirkungen

Häufigkeit & Symptome:

  • Selten (1 von 1.000 Fällen):

    • Leichter Anstieg von Leberenzymen

  • Sehr selten (1 von 10.000 Fällen):

    • Allergische Reaktionen (Hautausschlag, Schockreaktion)

    • Atemwegseinengung (Analgetika-Asthma)

    • Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)

    • Blutbildveränderungen (Thrombozytopenie, Agranulozytose)

  • Nicht bekannt:

    • Metabolische Azidose (Säure-Basen-Störung im Blut)

Meldung von Nebenwirkungen: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (www.bfarm.de)

 


 

Kontraindikationen (Nicht anwenden bei)

  • Allergie gegen Paracetamol, Soja, Erdnuss oder andere Inhaltsstoffe.

  • Chronischer Alkoholismus.

  • Lebererkrankungen (z. B. Hepatitis, Gilbert-Syndrom).

  • Schwere Nierenfunktionsstörung.

  • Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (Favismus).

  • Hämolytische Anämie.

  • Starker Flüssigkeitsmangel (Dehydratation).

  • Körpergewicht unter 50 kg.

 


 

Schwangerschaft & Stillzeit

  • Schwangerschaft:

    • Möglich, aber nur in geringstmöglicher Dosis & kürzester Dauer.

    • Keine Langzeitanwendung oder Kombination mit anderen Medikamenten.

  • Stillzeit:

    • Paracetamol geht in die Muttermilch über.

    • Keine bekannten schädlichen Auswirkungen auf das Kind.

 


 

Lagerung & Haltbarkeit

  • Nicht über 25°C lagern.

  • Vor Licht und Feuchtigkeit schützen.

  • Unzugänglich für Kinder aufbewahren.

  • Nicht nach Ablauf des Verfallsdatums verwenden.

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