Paracetamol Saft (40 mg/ml Sirup)

3 Min. Lesezeitletzte Aktualisierung: 07.08.2025

Paracetamol Saft (40 mg/ml Sirup)

1. Allgemeine Informationen

  • Arzneimittelname: Paracetamol Saft

  • Darreichungsform: Homogener, orangefarbener Sirup mit aromatischem Geruch

  • Verkaufsabgrenzung: Apothekenpflichtig

  • Haltbarkeit nach Anbruch: 1 Jahr bei max. 25 °C

2. Wirkstoff & Zusammensetzung

  • Wirkstoff: Paracetamol (40 mg/ml)

  • Weitere Inhaltsstoffe:

    • Methyl-4-hydroxybenzoat (E 218)

    • Propyl-4-hydroxybenzoat (E 216)

    • Gelborange S (E 110)

    • Saccharose (2,5 g / 5 ml)

    • Wasser, Natriumcitrat, Xanthan, Citronensäure-Monohydrat, Sahne-Aroma

3. Anwendungsgebiete

  • Symptomatische Behandlung von:

    • Leichten bis mäßig starken Schmerzen

    • Fieber

4. Dosierung & Anwendung

  • Dosierung nach Körpergewicht:

    • Kinder ab 3 kg: 10–15 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis, max. 60 mg/kg pro Tag

    • Erwachsene: Max. 2 g Paracetamol pro Tag ohne ärztliche Anweisung

    • Leber-/Niereninsuffizienz: Reduzierte Dosis und verlängertes Dosierungsintervall erforderlich

  • Dosierungsintervall: Mindestens 6 Stunden, bei schwerer Niereninsuffizienz 8 Stunden

  • Art der Anwendung:

    • Vor Gebrauch schütteln

    • Dosierung mit beiliegender Applikationsspritze

    • Kann mit Speisen oder Getränken gemischt werden

5. Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen Paracetamol oder andere Bestandteile

  • Schwere Leberfunktionsstörungen

6. Nebenwirkungen

  • Häufig: Erhöhte Lebertransaminasen

  • Sehr selten:

    • Allergische Reaktionen (Hautausschlag, Nesselsucht, anaphylaktischer Schock)

    • Hämolytische Anämie

    • Bronchospasmus (bei Analgetika-Asthma)

    • Schwere Hautreaktionen

    • Metabolische Azidose mit hoher Anionenlücke (bei gleichzeitiger Einnahme von Flucloxacillin)

7. Wechselwirkungen

  • Verstärkte Nebenwirkungen bei Kombination mit:

    • Probenecid (Paracetamol-Clearance um Faktor 2 reduziert)

    • Zidovudin (erhöhtes Risiko für Neutropenie)

    • Flucloxacillin (Gefahr der metabolischen Azidose)

  • Aufnahme verringert durch: Colestyramin

  • Wirkungsverzögerung durch: Medikamente, die die Magenentleerung verlangsamen

  • Schnellere Wirkung durch: Metoclopramid

8. Überdosierung

  • Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Leberschäden (nach 2 Tagen sichtbar)

  • Lebensbedrohlich: Akutes Leberversagen, Enzephalopathie, Koma

  • Behandlung:

    • Frühzeitige Gabe von N-Acetylcystein (bis zu 48 Stunden nach Überdosierung wirksam)

    • Dialyse möglich bei schweren Fällen

9. Besondere Warnhinweise

  • Nicht geeignet für: Patienten mit Fruktose-Intoleranz, chronischem Alkoholismus, Leber- und Nierenerkrankungen

  • Bei Langzeiteinnahme: Risiko für Kopfschmerzen, Analgetika-Nephropathie, Nierenversagen

  • Einnahme während Schwangerschaft & Stillzeit: Möglich, aber nur in minimaler effektiver Dosis








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