Pure Encapsulations Calcium (MCHA) 

6 Min. Lesezeitletzte Aktualisierung: 07.10.2025

Pure Encapsulations Calcium (MCHA) 

Produktname:

Calcium (MCHA)

Hersteller:

Pure Encapsulations®

Darreichungsform:

Kapseln (Hydroxypropylmethylcellulose-Kapselhülle, vegetarisch)

Inhalt pro Tagesdosis (3 Kapseln):

 

  • Mikrokristalliner Hydroxylapatit (MCHA): 3600 mg

  • davon Calcium: 750 mg (94 % des NRV)

 

Wirkstoffbeschreibung:

Mikrokristalliner Hydroxylapatit (MCHA) ist eine natürliche Calciumphosphat-Verbindung, die aus Rinderknochen gewonnen wird. MCHA enthält neben Calcium weitere knochenaktive Bestandteile wie Mineralstoffe, Proteine, Matrixbestandteile und Glycosaminoglykane, die die Calciumeinlagerung im Skelett unterstützen.

 

Gesundheitlicher Nutzen:

 

  • Für den Erhalt normaler Knochen und Zähne

  • Unterstützt die normale Muskelfunktion und Signalübertragung zwischen Nervenzellen

  • Trägt zum Energiestoffwechsel bei

  • Hat eine Rolle bei Zellteilung und -spezialisierung

  • Besonders geeignet zur Deckung eines erhöhten Calciumbedarfs im Alter

  • Unterstützt die Knochendichte durch bioidentisches Calcium

 

 

Verzehrempfehlung:

3×1 Kapsel täglich, zu oder zwischen den Mahlzeiten

 

Frei von:

 

  • Laktose

  • Gluten

  • Künstlichen Farbstoffen

  • Transfetten und gehärteten Fetten

  • Trennmitteln und Überzügen

  • Unnötigen Zusatzstoffen

    Nicht vegan/vegetarisch, da tierischen Ursprungs (Rinderknochen)

 

Anwendungsbereiche:

  • Prävention und unterstützende Therapie bei Osteoporose

  • Erhalt der Knochengesundheit in jedem Alter

  • Erhöhter Calciumbedarf, z. B. bei älteren Menschen

 

Nebenwirkungen:

Keine spezifischen Nebenwirkungen genannt; übliche Hinweise zur sicheren Anwendung von Calciumpräparaten beachten

 

Wechselwirkungen:

Keine expliziten Angaben; allgemein bekannte Interaktionen von Calcium mit Medikamenten (z. B. Schilddrüsenhormonen, bestimmten Antibiotika, Eisenpräparaten) sollten bei Beratung berücksichtigt werden

 

Lagerung:

Kühl und trocken, außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern

 

Allgemeine Hinweise:

Hydroxylapatit ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Knochens. In Nahrungsergänzungsform bietet MCHA eine physiologisch gut verwertbare Form von Calcium mit zusätzlichem knochenunterstützendem Matrixkomplex. Besonders im Alter kann eine gezielte Supplementierung helfen, dem altersbedingten Knochenschwund entgegenzuwirken. Ein Kombinationsnutzen mit Vitamin D3 und K2 ist denkbar, um die Calciumaufnahme und -verwertung weiter zu fördern.

 

Empfohlene Kombinationen zum Pure Encapsulations Calcium (MCHA):

  • Pure Encapsulations Vitamin D3 Tropfen
  • Pure Encapsulations Vitamin K & D
  • Pure Encapsulations Magnesiumcitrat Kapseln

 

Die Kombination von Calcium (MCHA) mit Vitamin D, Vitamin K und Magnesiumcitrat ist aus physiologischer und präventivmedizinischer Sicht sinnvoll, weil sich die Wirkstoffe in ihrer Funktion für den Knochenstoffwechsel gezielt ergänzen. Hier die wichtigsten Zusammenhänge:

1. Vitamin D3 – fördert die Calciumaufnahme

Vitamin D3 (Cholecalciferol) reguliert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und dessen Bereitstellung im Blut. Ohne ausreichende Vitamin-D-Versorgung wird ein Großteil des zugeführten Calciums ungenutzt ausgeschieden.

Funktion: Erhöhung der Calciumresorption im Dünndarm und Erhalt der Calciumkonzentration im Blut.

 

2. Vitamin K2 – lenkt Calcium in die Knochen

Vitamin K2 aktiviert bestimmte Proteine wie Osteocalcin (für die Knochenmineralisierung) und Matrix-Gla-Protein (verhindert arterielle Verkalkung).

Funktion: Steuert die Einlagerung von Calcium gezielt in das Knochengewebe und verhindert dessen Ablagerung in Weichteilen (z. B. Blutgefäßen).

 

3. Magnesiumcitrat – stabilisiert das Gleichgewicht und aktiviert Vitamin D

Magnesium ist an der Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form (Calcitriol) beteiligt. Gleichzeitig wirkt es als physiologischer Gegenspieler zum Calcium und unterstützt die Muskel- und Nervenfunktion. Magnesiumcitrat ist dabei besonders gut bioverfügbar.

Funktion: Unterstützung des Vitamin-D-Stoffwechsels, Knochenstabilisierung, Ausgleich von Calcium-induzierten Muskelreizungen.

 

Zusammengefasst:

  • Calcium wird für den Knochenaufbau benötigt.

  • Vitamin D3 sorgt dafür, dass Calcium überhaupt aufgenommen werden kann.

  • Vitamin K2 sorgt dafür, dass das Calcium im Knochen landet und nicht in den Arterien.

  • Magnesium aktiviert das Vitamin D, fördert den Knochenaufbau und verhindert Muskelkrämpfe, die durch isolierte Calciumgaben entstehen können.

 

Klinische Relevanz:

Eine unvollständige Supplementierung – z. B. Calcium ohne Vitamin K2 – kann langfristig zu unerwünschter Calciumverteilung führen. Studien zeigen, dass besonders die Trias Calcium + D3 + K2 bei Osteoporose, erhöhter Frakturneigung oder Arterioskleroseprophylaxe von Vorteil ist.

Hinweis zur Beratung:

Eine kombinierte Gabe dieser Nährstoffe ist besonders bei älteren Menschen, postmenopausalen Frauen oder Personen mit erhöhtem Risiko für Knochenschwund sinnvoll. Die Kombination sollte idealerweise individuell dosiert und gegebenenfalls labordiagnostisch begleitet werden.

 

Können Calcium und Magnesium zusammen eingenommen werden? Was sagen neueste Studien dazu?

Ja – Calcium und Magnesium können grundsätzlich zusammen eingenommen werden, doch sowohl neuere Studien als auch Expert:innen empfehlen eine strategische Dosierung und zeitliche Trennung, um Wechselwirkungen zu vermeiden.

 

1. Wechselwirkungen & optimale Ca:Mg-Verhältnisse

  • Ein hohes Ca:Mg-Verhältnis (> 2,6 Gewicht-zu-Gewicht) kann die Magnesium-Resorption beeinträchtigen und so den Magnesiumstatus verschlechtern  .

  • Optimal scheint ein Verhältnis von 1,7–2,6 zu sein – Studien schlagen “sweet spots” wie Ca:Mg ≈ 2 vor.

Ein „Sweet Spot“ von Ca:Mg ≈ 2 bedeutet in der Praxis, dass das Verhältnis von Calcium zu Magnesium etwa 2:1 betragen sollte – also doppelt so viel Calcium wie Magnesium, gemessen in Milligramm (mg). Dieses Verhältnis wird von zahlreichen Fachquellen als physiologisch ausgewogen angesehen, um die bestmögliche Aufnahme, Verwertung und gegenseitige Unterstützung der beiden Mineralstoffe zu ermöglichen.

Warum genau dieses Verhältnis?

  1. Konkurrenz bei der Aufnahme:

    Calcium und Magnesium nutzen im Darm ähnliche Transportwege. Wird zu viel Calcium aufgenommen (ohne ausreichendes Magnesium), kann dies die Magnesiumresorption blockieren – und umgekehrt. Ein Verhältnis von etwa 2:1 verringert dieses Risiko.

    • Calcium fördert die Muskelkontraktion, Magnesium die Muskelentspannung.

    • Calcium stabilisiert Zellstrukturen, Magnesium hält sie flexibel.

      → Ein ausgewogenes Verhältnis schützt vor Muskelkrämpfen, Herzirritationen und Stressreaktionen.

      Gegenspieler in der Funktion:

      Beide Mineralstoffe wirken antagonistisch im Körper:

  2. Hormonelle Steuerung:

    Vitamin D, Parathormon und Calcitonin regulieren gemeinsam Calcium und Magnesium. Ein dauerhaft gestörtes Verhältnis (z. B. Ca:Mg > 3:1) kann die hormonelle Steuerung belasten – besonders im Alter oder bei chronischen Erkrankungen.

 

 

2. Vorteile der Kombination – doch mit Timing

  • Magnesium unterstützt aktiv die Umwandlung von Vitamin D und somit indirekt die Calciumausnutzung – mit Magnesiummangel wird die Wirksamkeit von Vitamin D reduziert  .

  • Gemäß Health.com und Verywell Health ist die gleichzeitige Gabe zwar sicher, kann aber die Aufnahme der jeweils anderen Mineralie beeinträchtigen. Eine zeitliche Trennung (z. B. Calcium tagsüber, Magnesium abends) wird daher empfohlen  .

 

3. Aktuelle Studienlage

  • 2021 zeigte eine Analyse aus PubMed: Viele Nahrungsergänzungsprodukte weisen ein Ca:Mg > 2,9 auf – das spricht für die Notwendigkeit einer bewusst ausgewogenen Magnesiumbegleitung  .

  • Beobachtungsstudien legen nahe: Alte Menschen mit ausgeglichenem Ca:Mg zeigen bessere Knochendichte und geringere kardiometabolische Risiken  .

 

Praktische Empfehlungen

  1. Calcium und Magnesium ergänzen: Besonders bei hohem Calciumkonsum kann Magnesium zusätzlich sinnvoll sein.

  2. Verhältnis beachten: Ein Ca:Mg zwischen 1,7 und 2,6 anstreben.

  3. Zeitliche Trennung:

    • Calcium z. B. zur Mahlzeit am Tag.

    • Magnesiumcitrat abends – unterstützt zusätzlich die Entspannung und den Schlaf  .

     

  4. Vitamin D nicht vergessen – wirkt nur optimal in Kombination mit Magnesium und Calcium.

Fazit

  • Ja, Calcium und Magnesium können zusammen genommen werden – idealerweise in einem ausgewogenen Verhältnis.

  • Sie sollten zeitlich gestaffelt eingenommen werden (z. B. Calcium morgens, Magnesium abends), um gegenseitige Absorptionsvorteile zu nutzen und negative Effekte zu vermeiden.

  • Aktuelle Forschung untermauert, dass genau dieses Verhältnis signifikante Effekte auf Knochen-, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselgesundheit hat.

 

Wenn du individuelle Dosierung oder eine optimale Kombination suchst, ist eine labordiagnostische Kontrolle (z. B. Calzium, Magnesium, Vitamin D) sinnvoll.

 

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