Produktname: Snup Allerg 137 Mikrogramm/50 Mikrogramm pro Sprühstoß Nasenspray, Suspension
Darreichungsform: Nasenspray zur nasalen Anwendung
Wirkstoffe:
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Azelastinhydrochlorid (137 Mikrogramm pro Sprühstoß = 125 Mikrogramm Azelastin)
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Fluticasonpropionat (50 Mikrogramm pro Sprühstoß)
Sonstige Bestandteile:
Glycerol, mikrokristalline Cellulose, Carmellose-Natrium, Natriumedetat, Polysorbat 80, Benzalkoniumchlorid, 2-Phenylethan-1-ol, gereinigtes Wasser.
Pharmazeutischer Unternehmer:
STADA Consumer Health Deutschland GmbH, Bad Vilbel
Anwendungsgebiet
Zur symptomatischen Behandlung der mittelschweren bis schweren saisonalen allergischen Rhinitis (Heuschnupfen) bei Erwachsenen, wenn die alleinige Behandlung mit einem nasalen Antihistaminikum oder Kortikosteroid nicht ausreicht.
Wirkspektrum:
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Lindert Symptome wie laufende, juckende oder verstopfte Nase, Niesen und Sekretabfluss in den Rachenraum.
Dosierung und Anwendung
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Erwachsene: 1 Sprühstoß in jedes Nasenloch morgens und abends.
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Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Nicht anwenden.
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Anwendungshinweise:
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Vor Gebrauch 5 Sekunden schütteln.
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Beim ersten Gebrauch 6 Testsprühstöße abgeben.
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Kopf leicht nach vorne neigen, nicht nach hinten.
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Nach Gebrauch Sprühdüse reinigen.
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Behandlungsdauer: Nur während der Allergenexposition.
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Wenn nach 14 Tagen keine Besserung eintritt, ärztliche Rücksprache halten.
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Nicht länger als 3 Monate ohne ärztliche Kontrolle anwenden.
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Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei:
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Überempfindlichkeit gegen Azelastin, Fluticason oder einen sonstigen Bestandteil
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Frischer Nasenoperation
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Naseninfektion oder unbehandelter Tuberkulose
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Sehbeeinträchtigungen, Glaukom oder Katarakt (nur unter ärztlicher Kontrolle)
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Schwerer Lebererkrankung
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
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Vorsicht bei eingeschränkter Nebennierenrindenfunktion oder nach systemischer Steroidtherapie.
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Bei verschwommenem Sehen oder Sehstörungen ärztliche Abklärung.
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Enthält Benzalkoniumchlorid, das die Nasenschleimhaut reizen kann.
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Enthält Polysorbat 80, das allergische Reaktionen hervorrufen kann.
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Natriumarm (< 1 mmol pro Sprühstoß).
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Kontakt mit den Augen vermeiden.
Wechselwirkungen
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Verstärkte Wirkung möglich bei gleichzeitiger Einnahme von:
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Ritonavir, Cobicistat (HIV-Therapie)
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Ketoconazol (Antimykotikum)
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Keine Berichte über Wechselwirkungen mit Lebensmitteln.
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Kein Einfluss von Mahlzeiten; Anwendung erfolgt unabhängig von Essenszeiten.
Nebenwirkungen
Sehr häufig: Nasenbluten
Häufig: Kopfschmerzen, bitterer Geschmack, unangenehmer Geruch
Gelegentlich: Reizung, Brennen oder Trockenheit der Nase, Husten, trockener Rachen
Selten: Trockener Mund
Sehr selten: Schwindel, Schläfrigkeit, Glaukom, Katarakt, Hautreaktionen
Nicht bekannt: Verschwommenes Sehen, Nasengeschwüre
Systemische Effekte bei Langzeitanwendung: Unterdrückung der Nebennierenfunktion, verminderte Knochendichte
Schwangerschaft und Stillzeit
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Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch Arzt anwenden.
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Keine ausreichenden Daten zur Sicherheit während Schwangerschaft und Stillzeit.
Verkehrstüchtigkeit
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Geringer Einfluss.
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In seltenen Fällen Schwindel oder Müdigkeit – kein Fahren oder Bedienen von Maschinen in solchen Fällen.
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Alkohol kann diese Effekte verstärken.
Lagerung und Haltbarkeit
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Nicht im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren.
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Nach Anbruch 6 Monate haltbar.
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Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Beratungshinweise für die Apotheke
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Produkt ist nicht für Kinder und Jugendliche geeignet.
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Keine Laktose, kein Gluten, nicht als vegan deklariert (enthält Polysorbat 80 und Benzalkoniumchlorid, beide können tierischen Ursprungs sein).
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Anwendung unabhängig von Mahlzeiten.
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Auf richtige Anwendungstechnik hinweisen (Kopfhaltung, Reinigung der Düse).
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Bei anhaltenden oder sich verschlechternden Symptomen Arzt aufsuchen.
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Hinweis auf mögliche Reizung durch Benzalkoniumchlorid geben.
Allgemeine Hinweise
Kombinationspräparate aus Antihistaminikum (Azelastin) und Kortikosteroid (Fluticason) bieten eine doppelte Wirkung: schnelle Symptomlinderung durch Blockade der Histaminwirkung und langfristige Entzündungshemmung in der Nasenschleimhaut. Sie gelten bei therapieresistenter allergischer Rhinitis als effektive Option, wenn Monopräparate nicht ausreichen.
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