Alternative Methoden beim Zahnen – Wirksamkeit und Risiken (Quelle: ÖKO-TEST)
1. Bernsteinketten
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Behauptete Wirkung: Freisetzung ätherischer Öle durch Körperwärme → lindernde Wirkung auf Zahnungsschmerzen.
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Evidenz: Keine wissenschaftlichen Belege für eine Wirkung.
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Risiken:
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Strangulationsgefahr beim Tragen (v. a. nachts)
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Verschluckungsgefahr bei Abriss einzelner Steinchen
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Hinweis: Niemals unbeaufsichtigt verwenden, nachts abnehmen.
2. Veilchenwurzel
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Behauptete Wirkung: Kaubewegung + ätherische Öle → Schmerzlinderung.
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Evidenz: Keine belegte Wirksamkeit.
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Vorteil: Wurzel wird beim Kauen weich und massiert das Zahnfleisch.
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Risiken:
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Hohes Keimrisiko, selbst bei Auskochen
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Verschluckungsgefahr, besonders bei brüchiger Wurzel
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Hinweis: Nur unter Aufsicht und nach jedem Gebrauch prüfen.
3. Karotten (und ähnliche feste Lebensmittel)
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Behauptete Wirkung: Kühlung + Kaureiz → Linderung.
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Evidenz: Keine explizite Wirksamkeitsbewertung, aber beliebt.
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Risiken:
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Lösen größerer Stücke → Erstickungsgefahr, besonders bei harten Karotten, Brotkrusten etc.
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Hinweis: Nicht geeignet ohne Aufsicht, hohe Vorsicht geboten.
Fazit:
Viele alternative Zahnungshilfen sind nicht evidenzbasiert und bergen erhebliche Risiken, v. a. durch Erstickung oder Verletzungen. Eine sichere Anwendung erfordert stets Aufsicht durch Erwachsene.
Was hilft Babys beim Zahnen?
Neben der Anwendung von Dentinox Gel care empfehlen wir viel Zuwendung und sanfte Massagen des Zahnfleischs. Biete deinem Baby kühlende Beißringe oder gekühlte, weichgekochte Lebensmittel wie Karotten- oder Gurkenstücke an, um sein Zahnfleisch zu beruhigen. Halte zudem alles sauber und hygienisch, um Infektionen zu vermeiden.
Wie erkenne ich, ob mein Baby Schmerzen beim Zahnen hat?
Dein Baby kann sich häufiger die Ohren reiben oder am Zahnfleisch kauen. Es kann auch den Appetit verlieren oder Schwierigkeiten beim Stillen oder Füttern haben.
Wie merke ich, dass mein Baby seine ersten Zähne bekommt?
Wenn dein Baby vermehrt sabbert, auf Gegenständen herumkaut und öfter weint oder unruhig ist, sind das typische Anzeichen dafür, dass es zahnt.
Wie lange zahnen Babys?
Das Zahnen bei Babys und Kleinkindern kann bis zum dritten Geburtstag dauern. Die individuelle Dauer variiert jedoch und jeder Zahnschub kann unterschiedlich sein.
Ab wann zahnen Babys?
Manche Babys können bereits ab dem dritten Monat erste Anzeichen des Zahnens zeigen, obwohl der erste Zahn typischerweise erst mit etwa sechs Monaten durchbricht.
Die Reihenfolge: Welche Zähne kommen wann?
Die Reihenfolge, in der die Zähne deines Babys durchbrechen, ist in der Regel recht vorhersehbar. Es beginnt meist mit den unteren Schneidezähnen (Zentrale Inzisiven). Hier ist ein grober Zeitplan:
1. 6-10 Monate: Untere mittlere Schneidezähne
2. 8-12 Monate: Obere mittlere Schneidezähne
3. 9-13 Monate: Obere seitliche Schneidezähne
4. 10-16 Monate: Untere seitliche Schneidezähne
5. 13-19 Monate: Erste obere Backenzähne
6. 14-18 Monate: Erste untere Backenzähne
7. 16-22 Monate: Obere Eckzähne
8. 17-23 Monate: Untere Eckzähne
9. 23-31 Monate: Zweite untere Backenzähne
10. 25-33 Monate: Zweite obere Backenzähne
Dieser Zeitplan kann von Kind zu Kind unterschiedlich sein, aber er gibt eine gute Orientierung.
Die Zahnung verläuft in mehreren Phasen, die typischerweise mit unterschiedlichen Symptomen und Entwicklungen verbunden sind. Zu Beginn des Prozesses, etwa ab dem sechsten Lebensmonat, treten die ersten Symptome auf, wenn sich die Zähne im Kiefer ansammeln und das Zahnfleisch anschwellen. Ein Zahndurchbruch dauert durchschnittlich 8 Tage.
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